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Swing-Musik und Lindy Hop

Jeder kennt Swing-Musik. Die gibt es auch schon mehr als 70 Jahre. Entstanden ist sie in der afroamerikanischen Kultur aus dem Blues und aus dem Jazz. Für die Beschallung großer Säle hat man sich damals gedacht, einzelne Instrumente einfach mehrfach zu besetzen: die Geburt der Big Bands. Nun, was hat es aber mit Lindy Hop auf sich?

Lindy Hop ist ein Tanz, der, aus Harlems Tiefen entstanden, in kurzer Zeit die Herzen der Swing-Tänzer eroberte. Shorty George Snowden heißt einer der Gründer dieses eher erdigen und ungezwungenen Tanzes, welcher anscheinend so gar nichts mit der Erfüllung der Etikette zu tun hat, wie es z. B. beim Walzer oder Foxtrott sein soll. Nein, die eigentliche Intention der diskriminierten Afroamerikaner in den U.S.A. war es, genau dagegen zu protestieren: gegen die weiße Kultur und deren Rasseidealen. So entstand also ein Tanz, der sich zum Motto macht: Spaß ist wichtiger als Perfektion und statt Fehler gibt es nur Variationen. Dessen Name geht übrigens auf Charles Lindbergh zurück, der just zu der damaligen Zeit erfolgreich als erster Mensch non-stop den Atlantik überquerte. Alle Zeitungen betitelten Lindy Hops The Atlantik. Tja, und wir Swing-Tänzer tun das immer noch... mehr als 70 Jahre lang!

Wer einmal mit Lindy Hop anfängt, beginnt nicht nur einen neuen Tanz; er beginnt ein neues Leben. Das sage ich auch aus eigener Erfahrung. Nichts wird mehr so sein wie vorher! Du beginnst, überall und zu jeder Zeit plötzlich und unerwartet mit den Händen zu schnippen, mit den Füßen im Takt zu tippen oder Melodien zu pfeifen, die die Zeit bis zum nächsten Lindy Hop erträglich werden lassen.

...und wo wird getanzt? In Braunschweig regelmäßig bei der Dance 'n' Swing Company oder in Lippstadt beim alljährlichen LipHop-Festival!
Deutsche und auch einige internationale Lindy-Hop-Ereignisse sind übrigens im Swingscout eingetragen.

It Don't Mean A Thing If It Ain't Got That Swing! (Duke Ellington, 1932)